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Anbindung und Konfiguration von Repeatern an ein IP 600 Dect System (kb2909)

 

Die Information in diesem Artikel betrifft die folgenden Produkte:

  • SwyxDECT 600

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie den Empfangsbereich eines IP 600 Dect Systems mit Hilfe von Repeatern erweitern können und welche Szenarien es gibt. Des Weiteren wird die Konfiguration der Repeater in verschiedenen Szenarien beschrieben, sowie die Frage behandelt, wie Sie die Empfangsstärke messen können.


Information

Vorab eine kleine Bemerkung. Wie bei allen DECT Systemen sind auch bei der IP 600 einige Dinge zu beachten. Sie sollten sich vorher die Bedingungen vor Ort gründliche anschauen. Wände oder Türen aus Stahl oder Stahlbeton können die Sende- und Empfangsleistung von DECT Repeatern naturgemäß beeinträchtigen. Von daher sollten Sie vor der endgültigen Installation der Repeater testen, ob Sie überall dort auch wirklich Empfang haben, wo Sie ihn benötigen.

Installation:

Insgesamt können an eine IP 600 Basisstation bis zu 6 Repeater angeschlossen werden. Dabei können maximal 3 Repeater in Reihe geschaltet werden. Damit können dann beispielsweise folgende Szenarien realisiert werden.

Kirk Repeater Szenario 1
Kirk Repeater Szenario 1
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Kirk Repeater Szenario 2
Kirk Repeater Szenario 2
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass in einer Repeater Zone maximal nur zwei Gespräche gleichzeitig geführt werden können.

Messung der Empfangsstärke:
Wie aus den obigen Bildern ersichtlich, erhalten Sie eine optimale Empfangsstärke, wenn sich die jeweiligen Bereiche um ca. 50% überlagern. Dies setzt natürlich eine Messung der Empfangsstärke voraus. Eine relative einfache Messung ist direkt mit einem Handset der IP 600 möglich. Natürlich ist diese Messung nicht so exakt, wie eine professionelle Messung durch einen Fachmann, ermöglicht aber gute Näherungswerte. Um die Messung zu starten, geben Sie bitte in dem Handset folgende Zeichen ein: *99989* und drücken Sie dann die "Mute" Taste. Danach stellt sich das Display wie folgt dar:

RPN:
RSS:
01 64 94 360

Die Zeilen "RPN:" und "RSS:" können wir für die Messung beiseite lassen. Entscheidend sind die vier Werte in der letzten Zeile.
Der erste Wert (hier "01") zeigt das Gerät an (Basisstation oder Repeater) mit dem das Handset gerade verbunden ist. Mehr zu diesen Nummern erfahren Sie weiter unten, wenn es um die Konfiguration von Repeatern geht.
Der zweite Wert (hier "64") ist der so genannte "Q-Wert". Der Q-Wert repräsentiert die Bit Fehler Rate in der Kommunikation zwischen Handset und Basisstation. Fällt dieser Wert unter "52", wird das Handset versuchen auf einen anderen Empfänger zu wechseln. Sprich: Das ende des Empfangsbereiches ist erreicht.
Der Dritte Wert (hier "94") ist der so genannte "RSSI" Wert, welcher die aktuelle Feldstärke anzeigt. Sinkt dieser Wert auf unter "70", ist der passende Zeitpunkt für einen Repeater gekommen.
Sie sollten also die Messung einschalten und dann einfach losgehen und schauen, wie sich der RSSI Wert entwickelt. Bitte beachten Sie hierbei auch, dass der menschliche Körper an sich auch schon Einfluss auf die Signalstärke haben kann. Sie sollten also auch probieren, was passiert, wenn Sie das Handset einmal abschirmen, um auch Worst-Case Szenarien zu berücksichtigen.
Der vierte Wert (hier "360") ist für die Messung nicht relevant.

Nachdem Sie sich für die Standorte der Repeater entschieden haben, müssen diese natürlich noch konfiguriert werden.

Damit die Repeater wissen, an welche Basisstation oder an welchen anderen Repeater die Dect Signale weitergeleitet werden müssen, verfügt jedes Dect Gerät über eine eindeutige Nummer. Dabei hat die IP 600 Basisstation immer die Nummer "1". Die Nummern der Repeater hingegen sind konfigurierbar.
Um einen Repeater zu konfigurieren, brauchen Sie das IP 600 Service Tool, ein entsprechendes Kabel, sowie einen seriellen Anschluss an einem PC. Das Kabel kann bei Swyx Fachhändlern erworben werden, einen Link zum Download des Service Tools finden Sie am Ende dieses Artikels.

Kirk Repeater Zubehör
Kirk Repeater Zubehör
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Nachdem Sie den Repeater mit dem PC verbunden haben starten Sie bitte das Service Tool und wechseln auf die Registerkarte "Communications".

Kirk Service Tool Registerkarte Communcications
Kirk Service Tool Registerkarte Communcications
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Wählen Sie hier bitte den entsprechenden COM Port aus und wählen als Baudrate "PP1-PP4 + 1G8 Repeater (9600 baud)". Wenn alle Einstellungen korrekt sind, sollte nach drücken des Buttons "Set Comport" in der Taskleiste des Service Tools "Repeater Connected" erscheinen.
Dann kann zur Konfiguration des Repeaters geschritten werden.

Wechseln Sie hierzu auf die Registerkarte "Repeater". Sie sehen folgendes Bild:

Kirk Service Tool Registerkarte Repeater
Kirk Service Tool Registerkarte Repeater
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Bevor Sie mit der Konfiguration beginnen können, müssen Sie den korrekten Repeater Typ auswählen. Benötigt wird "Residentiel Base", allerdings steht das Service Tool per Default auf "CCFP 1550". Um dies zu ändern klicken Sie bitte rechts unten auf den Button "Residentiel Base". Anschließend sollte das Fenster wie folgt aussehen.

Konfiguration: Residentiel Base
Konfiguration: Residentiel Base
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Nun zu den einzelnen Feldern:

In das Feld "Octal" tragen Sie bitte die ARI der IP 600 Basisstation ein. Diese können Sie über das Web Interface der Basisstation erfahren.

Kirk Web Interface
Kirk Web Interface
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In das Feld "Base to synchronize on" tragen Sie die Nummer des Gerätes ein, mit der der Repeater kommunizieren soll. Verschieden Beispiele hierzu folgen weiter unten.

Im Feld "Repeater number" legen Sie die Nummer dieses Gerätes fest. Diese muss zum einen zwischen 2 und 7 liegen und zum anderen im Gesamtkonstrukt eindeutig sein.

Wenn Sie die Checkbox "Debug Bip" aktivieren, sendet der Repeater alle 5 Sekunden einen kurzen Piep-Ton zu den Handsets im Repeater Bereich. Dieser Ton kann helfen, die Reichweite des Repeaters zu bestimmen.

Über den Button "Write to Repeater" wird die Konfiguration gespeichert.


Hinweis: Sind die Eingabefelder Gelb, ist die Konfiguration noch nicht gespeichert.

Konkrete Beispiele:


1. Anschluss eines einzelnen Repeaters an eines IP 600 Dect Systems :
Die ARI der IP 600 ist z. B. 000046474216.
Da die Basisstation immer die Nummer "1" hat, könnte die Konfiguration folgendermaßen aussehen:

Konfiguration: Repeater zu Basistation
Konfiguration: Repeater zu Basistation
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Der Repeater wird also mit der Basisstation (Nummer "1") kommunizieren und hat selbst als eindeutige Nummer die "2". Wenn Sie weitere Repeater direkt mit der Basisstation verbinden wollen (wie z.B. im Szenario 1 weiter oben), konfigurieren Sie die Repeater genauso, nur die eigene Repeater Nummer muss natürlich eine andere sein.

2. Mehrere Repeater hintereinander schalten.
Der erste Repeater wird wie oben beschrieben konfiguriert, da er ja direkt mit der Basisstation kommunizieren soll.
Der zweite Repeater soll nun mit diesem ersten Repeater kommunizieren. Daraus ergibt sich, dass in das Feld "Base to synchronize on" die Nummer des entsprechenden Repeaters eingetragen werden muss, in unserem Beispiel also die "2". Die ARI ändert sich nicht. Die eigene Repeater Nummer wird auf 3 gesetzt. Damit ergibt sich folgendes Bild.

Konlfiguration: Repeater zu Repeater
Konlfiguration: Repeater zu Repeater
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Mit "Write to Repeater" kann nun die Konfiguration gespeichert werden.
Analog gehen Sie vor, wenn Sie einen dritten (und somit letzten) Repeater anschalten wollen.
* Die ARI bleibt gleich
* "Base to Synchronize on" wird auf "3" gesetzt.
* "Repeater number" erhält z. B. den Wert "4"

Insgesamt könnte also folgendes Bild entstehen:

Kirk Repeater Szenario 2 mit Konfiguration
Kirk Repeater Szenario 2 mit Konfiguration
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Nachdem Sie die Konfiguration gespeichert haben, brauchen Sie den Repeater lediglich an seinen Bestimmungsort bringen und mit dem Stromnetz zu verbinden.


Referenzen

Soweit die von uns gelieferte oder/und verwendete Software Open Source Elemente beinhaltet, gelten zusätzlich die unter https://www.swyx.de/open-source einsehbaren zusätzlichen Bedingungen. Welche Produkte aus dem Swyx Portfolio Open Source Elemente beinhalten und welche Open Source Lizenz einschlägig ist, ergibt sich aus der unter folgender URL einsehbaren Liste https://www.swyx.de/open-source.

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