INFO

SIP Provider Swisscom (CH) - Smart Business Connect (kb4827)

Die Information in diesem Artikel betrifft die folgenden Produkte:

  • SwyxWare 11.00
  • SwyxWare 2015
  • SwyxWare 2013

[ Zusammenfassung | Information | Referenzen ]


Zusammenfassung

Informationen und Konfigurationshinweise für SIP Provider Swisscom (Schweiz), Produkt: Smart Business Connect


Information

Allgemeine Informationen

Der Swyx-Partner bestellt für den Kunden den Smart Business Connect Anschluss (SBCon). Die Swisscom liefert hierfür ein geeignetes Gateway mit eSBC Funktionalität (Cisco 881 oder Cisco ISR 4321). Dieser eSBC dient der SwyxWare als SIP Trunk und übernimmt die Rufsignalisierung zur Swisscom. Auf dem eSBC ist ein Profil für die SwyxWare installiert, welches auf die Konfiguration der SwyxWare abgestimmt ist.

Zur Anbindung der SwyxWare an den eSBC muss sichergestellt sein, dass der eSBC im Kundennetzwerk eine statische IP Adresse erhält.

Konfiguration der SwyxWare

Zur einfachen Anbindung dieses Providers steht Ihnen die verwendete CustomProviderProfiles.config zum Download am Ende dieses Artikels zur Verfügung. Weitere Informationen zur Verwendung dieser Datei finden Sie unter Konfiguration und Anpassung von SIP-Providern über Providerprofile (kb3436).
Wichtig: Ab SwyxWare 2015 R4 steht das Provider-Profil für Swisscom, SBCon bereits in der Liste der Provider-Profile zur Verfügung und die CustomProviderProfiles.config wird nicht mehr benötigt.
  1. Anlegen eines Standortes mit den entsprechenden Informationen des verfügbaren Rufnummernbandes
  2. Anlegen einer SIP Trunkgruppe mit dem Profil für Swisscom SBCon "Swisscom_SBCon (CH)"
  3. Bei den Eigenschaften der SIP Trunkgruppe muss in der Registerkarte "SIP" die IP Adresse und ggf. der Port des eSBCs im Feld "Registrar" und im Feld "Proxy" eingetragen werden.
  4. Anlegen eines SIP Trunks innerhalb der neu angelegten SIP Trunkgruppe
  5. Eingabe der Anmeldedaten zur Registrierung
  6. Zuweisen des Rufnummernbandes

Weitere Einstellungen

CLIP No Screening
Um das Leistungsmerkmal CLIP No Screening zu aktivieren, muss im Reiter Rufnummernsignalisierung der Trunk Eigenschaften die Option 'Rufnummer des Anrufers signalisieren' ausgewählt werden.

FAX Übertragung
Der eSBC für den SBCon unterstützt das T.38 Protokoll, welches für die FAX-Übertragung über IP entwickelt wurde, allerdings darf bei ausgehenden FAXEN im ursprünglichen INVITE das T.38 Protokoll nicht angeboten werden. Dazu muss man bei den Trunk-Eigenschaften, in der Registerkarte „Codecs/Kanäle“ die Option „T.38 aus erster Aushandlung (SIP INVITE) entfernen“ auswählen. Nach der FAX-Tonerkennung durch die SwyxWare schickt diese ein reINVITE, welches dann ausschließlich T.38 anbietet.
Hinweis: Für den Fall, dass eine FAX Übertragung ausschließlich über G.711 erfolgen muss, muss man T.38 aus der Liste der unterstützten Codecs komplett entfernen. Dieses wird allerdings nicht empfohlen, da die FAX Übertragung über T.38 eine deutlich bessere Qualität, Stabilität und Zuverlässigkeit bietet.
Am Ende dieses Artikels finden Sie eine Empfehlung von der Swisscom zum Umgang mit analogen FAX-Geräten.

DTMF
Um DTMF Töne erfolgreich über den Swisscom Trunk übertragen zu können, muss in der SwyxWare die Dauer der DTMF Töne erhöht werden. Hierzu muss auf dem SwyxWare Server zunächst unterhalb von HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Swyx\LinkMgr\CurrentVersion\Options

ein neuer Registry Schlüssel mit dem Namen des angelegten SIP Trunks erzeugt werden. Unterhalb dieses Schlüssels ist ein neuer DWORD-Wert mit dem Namen DTMFToneDuration anzulegen und den Wert 800 (dezimal) zuzuweisen. Abschließend ist der LinkManager neu zu starten.
 
Session Intervall
Der eSBC für den SBCon erwartet bei ausgehenden Rufen ein Session-Intervall von 1800 (Sekunden). Um reINVITES zu verhindern, die den Rufaufbau verlangsamen, kann man in der Windows-Registry auf dem SwyxWare Server unter
HKLM\SOFTWARE\Wow6432Node\Swyx\LinkMgr\CurrentVersion\Options 
zwei neue DWORD-Werte mit folgenden Namen und Werten anlegen:
SipSessionTimerIntervalSeconds:   1800 (dezimal)
SipMinSessionTimerIntervalSeconds: 360 (dezimal)
Abschliessend muss der LinkMgr Service neu gestartet werden.
Wichtig: Diese Einstellung wirkt sich auf alle SIP Trunks auf.

Einschränkungen
Keine

Getestete Leistungsmerkmale

  • Eingehende/ausgehende Rufe National
  • Eingehende/ausgehende Rufe International
  • Korrekte Rufnummernsignalisierung National/International
  • CLIP No Screening
  • Halten und wiederaufnehmen von Gesprächen
  • Makeln zwischen zwei Gesprächen
  • Ruftransfer
  • Konferenz
  • Gemeinsam unterstütze Codecs:
    • G.711a
    • G.711µ
    • G.729
    • T.38
  • Eingehende/ausgehende DTMF Signalisierung via RFC2833

Testdatum:

15/06/2016 an SwyxWare2015R3

Übersicht der getesteten SIP Provider


Referenzen

Soweit die von uns gelieferte oder/und verwendete Software Open Source Elemente beinhaltet, gelten zusätzlich die unter https://www.swyx.de/open-source einsehbaren zusätzlichen Bedingungen. Welche Produkte aus dem Swyx Portfolio Open Source Elemente beinhalten und welche Open Source Lizenz einschlägig ist, ergibt sich aus der unter folgender URL einsehbaren Liste https://www.swyx.de/open-source.

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