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Verhinderung von Massenabmeldungen bei Nichterreichbarkeit einzelner Clients (kb3889)

Die Information in diesem Artikel betrifft die folgenden Produkte:

  • SwyxWare v6.20
  • SwyxWare v6.12
  • SwyxWare v6.11
  • SwyxWare v6.02 Maintenance Pack 2
  • SwyxWare v6.10
  • SwyxWare v6.02 Maintenance Pack 1
  • SwyxWare v6.01 Maintenance Pack 3
  • SwyxWare v6.02
  • SwyxWare v6.01 Maintenance Pack 2
  • SwyxWare v6.01 Maintenance Pack 1
  • SwyxWare v6.01
  • SwyxWare v6.00

[ Zusammenfassung | Information ]


Zusammenfassung

Aufgrund der Funktionsweise und der Standardeinstellungen des Windows Betriebssystems im Netzwerkbereich kann die Nichterreichbarkeit von Client(s) zu Massenabmeldungen weiterer, eigentlich erreichbarer Clients führen.

Diese Situation ist durch entsprechende Konfiguration des Betriebssystems vermeidbar. Die genaue Vorgehensweise und notwendige Konfiguration wird im folgenden Abschnitt erklärt.


Information

Um die Abmeldung von weiteren Clients bei Nichterreichbarkeit weniger, anderer Clients zu vermeiden, legen Sie in der Windows Registry der SwyxServer-Maschine den neuen Parameter ArpCacheMinReferencedLife (DWORD) unter HKLM\System\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters an und setzen ihn auf den Wert 0xFFFFFFFF. Anschliessend muss der Server neu gestartet werden.

Hintergrund

SwyxIt! und SIP-Clients melden sich über einen zentralen UDP Socket (5060) am SwyxServer an. SIP-Nachrichten des SwyxServers, z.B. für die Statussignalisierung und Registrierung, werden über diesen einen Socket an die Clients zugestellt.

Für die Adressierung der Clients nutzt der SwyxServer das IP-Protokoll. Um Nachrichten an eine IP-Adresse innerhalb des lokalen Netzwerkes zustellen zu können, muss die MAC-Adresse (Ethernet-Adresse) des Clients bekannt sein, dem diese IP Adresse zugeordnet ist. Diese Zuordnung wird mit einem eigenen Protokoll (ARP) automatisch ermittelt. Das Betriebssystem wendet das ARP-Protokoll für die darüberliegenden Applikationen transparent an. Die ARP-Implementierung funktioniert so, dass für unbekannte IP-Adressen ein ARP-Request an alle Clients ausgesendet wird (Broadcast) und nur der Client eine Antwort an den Broadcast-Sender schickt, dem diese IP-Adresse gehört. In dieser Antwort ist die gesuchte MAC-Adresse des Clients enthalten.
Mit dieser Abfragemethodik wird eine Tabelle aufgebaut, die pro Zeile eine Zuordnung von IP-Adresse zu MAC-Adresse enthält. Wird an eine IP-Adresse für 2 Minuten kein Paket mehr gesendet, dann wird der Eintrag aus der Tabelle gelöscht. Microsoft Windows löscht darüber hinaus auch generell Einträge, die 10 Minuten lang vorhanden sind - selbst wenn mit dieser Gegenstelle noch aktiv Nachrichten ausgetauscht werden! Das heißt, auch für aktiv in Nutzung befindliche Einträge werden ARP-Requests notwendig, um das Ziel weiterhin erreichen zu können. 

Treffen nun folgende Ereignisse zeitgleich zusammen:

  • Ein Client ist nicht mehr erreichbar, z.B. wegen eines BSOD des Betriebssystems oder eines Problems des Switchports,
  • er hat sich nicht ordnungsgemäß am SwyxServer abgemeldet
  • SwyxServer möchte eine SIP-Nachricht an diesen Client senden
  • ein erneuter ARP-Request nach 10-minütigem Timeout ist notwendig und wird nicht beantwortet , da der Client nicht erreichbar ist

so kann es zu einem temporären Stau im Betriebssystem beim Versand von SIP Nachrichten kommen. In dieser Situation können vom SwyxServer nicht mehr alle Clients zeitnah mit Antworten bedient werden und weitere Clients können die Registrierung verlieren.

Die oben beschriebene Konfiguration des Parameters ArpCacheMinReferencedLife verhindert den Timeout nach 10 Minuten. Damit wird diese kritische Situation nicht länger auftreten.

Der Timeout nach 2 Minuten (ArpCacheLife) wird nicht beeinflusst! Findet kein Traffic zwischen Client und Server statt, dann werden die ARP Tabelleneinträge wie gewohnt nach 2 Minuten gelöscht.
Die Modifikation ist also nicht mit statischen Einträgen zu verwechseln.

Weitere Informationen zur Microsoft Windows Funktionsweise hinsichtlich ARP können diesen Artikeln entnommen werden:


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